Reale Zukunftsaussichten, wenn wir uns nicht wehren!

Den Kapitalgesellschaften, Investoren und Aktiengesellschaften, die sich seit Jahren um die Übernahme unseres  Gesundheitswesens bemühen, geht  es um die ca. 250 Milliarden, die sich im Moment pro Jahr im System befinden. 167 Milliarden davon sind aus unseren Kassenbeiträgen, die restlichen 83 Milliarden stammen vom Umsatz des bereits bestehenden Gesundheitsmarktes. Laut Überlegungen von Investoren ist diese Summe durchaus steigerbar. Die Zahl 500 Milliarden (jährlich versteht sich) wird als erreichbare Zielmarke diskutiert. Dabei wachsen die Begehrlichkeiten Keine Frage, es strecken sich immer mehr Hände nach diesem, unserem Geld aus. Hände, die am Inhalt des Geldtopfes, den wir füllen, interessiert sind und deshalb die Industrialisierung des Gesundheitswesens voran treiben. Nicht wir als Mensch, als Patient stehen im Focus der Begierde, sondern das von uns eingesetzte Geld. Nicht vergessen, der Gesundheitsmarkt ist der einzige wachsende Markt. Da sind Aussagen von Vorstandsvorsitzenden der Aktiengesellschaften wie “ (….) wir können mit neuen Gesundheitsleistungen früher am Markt sein wie andere“ oder „ (..) mit der EPA (elektronischen Patientenakte) können wir langfristig (..) Wertsteigerungen für unsere Aktionäre realisieren“ (..) nicht mehr verwunderlich! Stemmen wir uns gemeinsam gegen die Lobbykraft damit wir nicht  real 2012 folgendes erleben:

Sie fühlen sich nicht wohl. Sie hatten schon öfter Probleme mit dem Herzen und den Nieren. Sie gehen zu ihrem Hausarzt und lesen an der Praxistüre: Wir mussten unsere Praxis schließen. Sie fahren daraufhin zu Ihrem Kardiologen und lesen: „ Praxis geschlossen wenden Sie sich ans nächste MVZ“ Nun versuchen Sie es noch beim Urologen: Hier finden Sie den Hinweis: „Praxis geschlossen, aus zwingenden Gründen verlegt ins MVZ nach…“!  In den strategischen Unterlagen von Kapitalgesellschaften ist bereits festgelegt, was auf Patienten zukommt: Leben Sie auf dem Land kann das nächste MVZ locker bis zu 80 km von ihrem Wohnort entfernt sein, in der Stadt sind – so die Planung – 20 km für jeden Patienten zumutbar! In dem Fall wünsche ich uns allen viel Glück und eine gute Bus- und Bahnverbindung, oder Menschen die uns 80 km ins nächste (in Besitz von Kapitalgesellschaften befindliche)  MVZ fahren. Dort arbeiten angestellte Ärzte, die auf Gewinn und Verlustrechnungen geschult und kontrolliert werden.  

Zu diesen Plänen einer neuen angestrebten industrialisierten Gesundheitswelt können wir gemeinsam am 13. September 2009 um 13 Uhr bei der Bürgerprotestolympiade NEIN sagen! Damit wissen die Politiker zwei Wochen vor der Wahl, dass wir uns einmischen und diese Pläne mit uns nicht gehen! Es geht uns alle an, deshalb zähle ich auch auf SIE!

Ihre Renate Hartwig

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