Stimmen zur Privatisierung, die zu wenig wahr genommen werden!

Geschrieben Oktober 2008, Bürger/in, Name der Redaktion bekannt

(..)Was ist das für eine Berichterstattung? Haben wir es hier noch mit einer unabhängigen Presse zu tun, die von Anbeginn des Rhönskandals so einseitig informiert? Ohne Scham, ungeachtet der menschenunwürdigen Bedingungen die Tag für Tag im Rhönklinikum passieren, tut man so, als sei es nichts. Es ist nichts, dass das Pflegepersonal völlig am Ende ist und weiter für die Dividende ausgepresst wird, es ist nichts, dass die Patienten nur eine 3 Punktpflege erhalten, also die Grundversorgung kaum oder gar nicht stattfindet. Es ist nichts, das Patienten länger an Monitorgeräten gehalten werden und demzufolge nicht mobilisiert werden können, damit der Profit stimmt und es ist auch nichts, dass auch die Chefärzte ständig das Klinikum verlassen, weil auch sie, unter dem ständigen Dauerdruck stehen (Kinderchirurg in Marburg, klinischer Psychosomatiker in Marburg, Neurochirurg in Marburg, Oberarzt in der Augenheilkunde Marburg, mehre Oberärzte in der Dermatologie Marburg, mehrer Oberärzte der Orthopädie, mehrere und so weiter dies ist alles nichts. An ihren Händen, die dies alles wissen und zusehen ohne etwas verändern zu wollen oder eine Veränderung anzustreben, klebt der Schweiß und die Tränen des Personals und es klebt das Blut, die Exkremente, das Leid des Patienten, der ebenfalls als Produkt zur Dividendenerhöhung missbraucht werden! 

Geschrieben Oktober 2008, niedergelassene/r Arzt/Ärztin, Name der Redaktion bekannt

Ich sehe Patienten, die beklagen, das schmutzige Verbände über Tage nicht gewechselt wurden, auch wenn der grüne Schmodder schon ins Bett gelaufen ist.. ich höre Patienten die Mitleid mit dem völlig überlasteten Pflegepersonal haben. Ich höre Patienten die in einem Mehrbettzimmer gelegen haben, die davon berichten, das der fitteste Patient das waschen des Schwächsten übernommen hat, weil das Pflegepersonal die Grundversorgung nicht mehr schafft. Vom Pflegepersonal, die ich auch als Patienten sehe, höre ich, das keine Zeit mehr für Sterbende ist. Keine Zeit ihnen die Hand zu halten, ihnen über die Stirn zu streichen. Was muss noch geschehen, dass die Landesregierung erkennt, dass die Privatisierung einer Universitätsklinik ein Fehler war! Die Politik muss eingreifen, es ist Ihre verdammte Pflicht! Es geht nicht um die Produktion von Handys, wo ein Betrieb, bis zum geht nicht mehr verschlankt werden kann, um ihn dann letzlich ins Ausland zu verlegen, wo die Produktionskräfte billiger sind. Wie lange soll das Leid bestehen, bis man erkennt, dass “die Industrialisierung des Gesundheitswesens in Deutschland” wie Herr Pföhler frohlockt, nicht funktioniert!

Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, nur durch den Schulterschluss von uns allen, Bürgerpatient und Patientin, ALLEN Ärzten und Therapeuten, den med. Fachangestellten, sowie dem gesamten med. Pflegepersonal kann diesen Entwicklungen  Einhalt geboten werden: Deshalb zeigen wir Geschlossenheit und treffen uns am Sonntag den 13.September um 13 Uhr zur Bürgerprotestolympiade im Münchner Olympiastadion!

Ich zähle auf SIE !

Ihre Renate Hartwig

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