Warum Bürgerprotestolympiade?

Um dem Ausverkauf unseres Gesundheitswesens die Stirn zu bieten!

Die Tendenz hinter den gezielten Angriffen auf unsere Ärzte ist der Ausverkauf des Gesundheitswesens an private Unternehmen mit Profitinteressen. Bei der um sich greifenden Industrialisierung des Gesundheitswesens (Deckname Ökonomie) bleibt aber nicht nur die Praxis unseres Arztes auf der Strecke, wir als Patient werden zur Ware. Da wir von den Medien – warum auch immer – diese Zielsetzungen und Fakten, nicht einmal Ansatzweise erfahren, wägen wir uns in Sicherheit was die wohnortnahe sichere und gute Versorgung durch unsere Ärzte betrifft! Glauben Sie mir, der Trend geht dahin: Wir Patienten werden gerade zur Plünderung freigegeben zum „Auscashen“, wie man in der Wirtschaft sagt. Aber nicht nur uns Patienten geht es an den Kragen. Auch die Hausärzte – die Fachärzte, alle medizinischen freien Berufe sind – entgegen allen verbreiteten Desinformationen -  in einer verzweifelten Situation.

In Amerika gibt es das alles schon: Das Gesundheitswesen in der Hand der Konzerne. Es ist noch einmal um die Hälfte teurer als unser deutsches System. Und es ist eines der schlechtesten Gesundheitssysteme der Welt. Zwar versucht Präsident Obama dies gerade zu ändern, doch die Macht der Konzerne und deren Lobbyisten macht ihm das Leben schwer. Für mich ist die Vorstellung, dass die jetzigen amerikanischen Verhältnisse bei uns umgesetzt  werden, der Albtraum schlechthin. Lassen sie uns gemeinsam das Ungetüm bekämpfen das uns bedroht. Ein Gesundheitswesen in der Hand von Kapitalgesellschaften in denen Aktionäre die Gewinner und der kranke Mensch und sein Arzt die Verlierer sind!

Schauen wir uns die nächsten 39 Tage, bis zu unserer Bürgerprotestolympiade im Münchner Olympiastadion an, welche Ziele die einzelnen Kapitalgesellschaften verfolgen, was es für uns als Bürgerpatient, für unsere Ärzte und die Gesellschaft bedeutet wenn deren Ziele erreicht werden.

Beginnen wir mit einer Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Bayern, den Rhön Kliniken AG mit Hauptsitz in Bad-Neustadt. Die im M-DAX notierte Rhönklinikum AG betreibt 48 Kliniken an 37 Standorten.

Rhön Vorstandschef Wolfgang Pföhler sprach auf den Analystenkonferenzen 2006 und 2007 aus, was wir Kassen Beitragszahler wissen sollten:

„(..)Unerwähnt bleiben soll auch nicht, dass wir die Gesundheitsreform zügig und umfassend politisch begleiten. Wir denken, dass es heute zu einem modernen Unternehmen gehört, dass sich der Vorstand dort wo die Interessen des Unternehmens berührt sind, einmischt(..) 

(..)Uns treibt der Anspruch auf Erfüllung des Sicherstellungsauftrages: Wir als Rhönklinikum AG sind hierzu in Gesprächen auf allen Ebenen.”

Diese Aussagen sind keine leeren Worthülsen. Hier vorab klare  Fakten: Der Umsatz von Rhön stieg 2008 um 105 Millionen auf 2,1 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn stieg sogar um über elf Millionen Euro. Rhön spricht in Zeiten der Wirtschaftskrise von Expansion und meint damit, dass sich als Folge der Rezession und der Steuerausfälle der Preis für den Aufkauf unserer regionalen Krankenhäuser sinkt und für die Rhön AG  noch mehr als bisher lohnt.

Mit dem Aufkauf der Krankenhäuser stampft die Rhön AG dann eigene medizinische Versorgungszentren (MVZ) aus dem Boden.

Die können sich dann umwandeln zum ökonomisch erklärbaren Staubsauger: Besondere Eigenschaften: Unsere Beiträge können eingesaugt und unsere niedergelassenen Ärzte weggeblasen werden! 

Gewinn und Verlust, anstatt Mensch und Medizin – diese Entwicklung müssen wir stoppen!

Fortsetzung was dieser Anspruch der Rhön AG für uns bedeutet,  welche Gespräche von Rhön bereits mit Erfolg gekrönt sind folgt morgen……!

Nicht vergessen: Heute in 39 Tagen findet unsere Bürgerprotestolympiade in Münchner Olympiastadion statt…

Ihre Renate Hartwig

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