Wir und unsere Kassen

Wie fühlen Sie sich als Mitglied einer Krankenkasse, die immer mehr den Eindruck erweckt, dass sie ihre eigentliche Aufgabe nicht mehr richtig erkennt? Es geht um Geld, um unser Geld, das wir einzahlen, um im Krankheitsfall abgesichert zu sein. Über einen Fragebogen (abzurufen unter www.patient-infomiert-sich.de) haben Hunderte von Versicherten ihren Kassen die Bedürfnisse als gesetzlich Krankenversicherte / -er mitgeteilt. In erster Linie zahlen wir unsere Kassenbeiträge im Vertrauen darauf, dass wir im Krankheitsfall medizinisch gut versorgt werden. Die Schlussfolgerung, die Beiträge sollten in erster Linie für medizinische Versorgung im Krankheitsfall verwendet werden. Außerdem sollte eine Krankenkasse mit und nicht gegen unseren Arzt arbeiten. Vor allem sollte endlich der Einfluss der Lobbyisten auf unsere Volksvertreter aufhören. Durch die Rabattverträge zwischen Pharmaindustrie und Kassen werden wir alle in der freien Arzneimittelwahl entmündigt, denn es ist nicht möglich, bei gleichem Preis oder einem entrichteten Aufpreis das gewünschte und vom Arzt verordnete Medikament zu erhalten. Wir sind nicht nur in diesem Punkt
mit unserem Arzt Einflüssen ausgesetzt, gegen die wir uns bis jetzt nicht wehrten! Bis heute ist die Frage unbeantwortet, aus welchem Grund unsere Krankenkassen sich mit uns Beitragszahlern nicht solidarisieren und unsere Forderung nach Angleichung der Mehrwertsteuer auf Arzneimittel von 19 Prozent endlich gesenkt werden auf europäisches Niveau (3 – 7 %)?
Eine schleichende Beitragserhöhung für Kranke findet statt und niemand wehrt sich. Wir zahlen unsere Praxisgebühr (die gar keine ist, sondern eine Beitragserhöhung für Kranke, die zwangsweise von unserem Arzt eingezogen werden muss), falls wir im Wochenende den Arzt als Notdienst brauchen, zahlen wir weitere 10 Euro „Praxisgebühr“! Außerdem steckt in dieser Praxisgebühr ein gezieltes Lenkungsinstrument, dass die Kassen verwenden, um uns Beitragszahler in Kassenprogramme zu locken.

Bei der Bürgerprotestolympiade am 13.September 2009 können wir im Schulterschluss gemeinsam Nein sagen zu all den Plänen, die sich gegen Mensch und Medizin richten.

Ihre Renate Hartwig

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