Mich empört…

…. dass der Arzt, an den ich mich im Krankheitsfall wende, in Regress genommen wird, weil er uns Patienten notwendige Arznei- und Hilfsmittel verordnet und für seine Hilfe an uns bestraft wird. Denn von den hohen Beiträgen, die ich jeden Monat leiste, werden ca. 15 % für die ambulante Versorgung zur Verfügung stehen.

Mich empört…..dass es ca. 200 gesetzliche Krankenkassen gibt und von unseren Beitragsgeldern nun auch noch 1.000 zusätzliche Verwaltungsangestellte für die Verwaltung des Gesundheitsfonds bezahlt werden müssen.

Mich empört: ….dass es keine Offenlegung über die wahre Verteilung unserer Beitragskosten im Gesundheitswesen gibt, über diese tatsächliche Transparenz gewährleistet wäre. Z.B. wieviel wird an externe Berater bezahlt?

Mich empört. Dass ich als Beitragszahler nicht nachvollziehen kann, was, wer mit meinem Geld finanziert.

Mich empört: Wenn niemand sich weigert, dem propagierten Konzept einer integrierten Versorgung mit standardisierten Behandlungen in zentralen Versorgungszentren die Stirn zu bieten.

Ich erwarte, dass die gewählten Volksvertreter spätestens nach unseren Bürgerprotestolympiade verstehen, dass wir nur ein Gesundheitswesen, in dem ich den Arzt meines Vertrauens wähle, wo ich wohnortnah und dezentral durch niedergelassene Hausärzte und Fachärzte speziell behandelt werden kann, akzeptieren werden.

Die Politiker müssen vor der Wahl wissen, dass wir uns weigern werden, die  propagierten Konzepte der Gesundheitsindustrie zu akzeptieren. Und sie müssen wissen, dass wir uns nicht nur vor der Wahl einmischen.

Alle Parteien müssen außerdem wissen, dass wir als Bürger und Bürgerinnen keine Parteien und keine Koalitionen akzeptieren, die weiter das Konzept der integrierten Versorgung nach amerikanischem Muster und deren Konzernmedizin verfolgen.

Deshalb: Sonntag den 13.09.2009, 13.00 Uhr, Olympiastadion München

Renate Hartwig

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