Schärfen wir weiter unseren Blick, für Fakten.

Hätten sich die Gesundheitspolitiker aller Fraktionen,(siehe www.patient-informiert-sich.de/Olympiastadion vom 17.8.09) während ihrer USA Reise 2008 auch bei der Hilfsorganisationen Remote Area Medical (RAM) informiert, könnten wir heute sagen, sie haben sich tatsächlich bemüht das Pro und Contra zu erfahren. Denn bei RAM hätten sie den Beweis bekommen wie dieses Gesundheitssystem der USA und die propagierte integrierte Versorgung funktioniert. Dann könnte heute der bei uns forcierte Umbau unseres Gesundheitswesens in eine Konzernmedizin nicht reibungslos funktionieren, wie es die Konzerne über ihre Lobbyisten propagieren lassen.

Am Mittwoch, den 29. Juli 2009 titelte die Frankfurter Rundschau „Entwicklungsland Virginia“. Dort war zu lesen, was tatsächlich passiert. Dass ein 51-jähriger wie ein Greis nuschelt. Durch eine angeborene Kieferkrankheit wurde sein Gesicht zerstört, man hätte es behandeln und richten können, aber das konnte er sich nicht leisten. Er war nicht krankenversichert. So entschied er sich für das kleinere Übel, als die Schmerzen unerträglich wurden und ließ sich alle Zähne ziehen. Aber selbst das konnte der Amerikaner sich nur leisten, weil für Menschen ohne Krankenversicherung und ohne Geld für einen Arztbesuch im entlegenen Wild Country einmal im Jahr eine Art medizinische Weihnachten ist. Man muss es sich einfach Mal vorstellen, dass auf einer Wiese aus dem ganzen Land angereiste Ärzte kostenlos drei Tage bedürftige Menschen behandeln!
Die Hilfsorganisation RAM hat in den abgelegenen Bergen Virginias Feldlazarette aufgeschlagen. Mobile Röntgenwagen kommen, Zahnärzte arbeiten in der Hitze im Akkord über offenen Mündern!
Hunderte Menschen mit roten, blauen und gelben Armbändern mit schwarzen Nummern auf dem Handrücken warten. Wer nicht früh um 5 vor dem Tor steht, um sich für eine Behandlung registrieren zu lassen, muss es morgen wieder versuchen. 1.600 Patienten haben täglich Einlass. RAM berichtet „Wir mussten mehr Leute wegschicken als je zuvor. Es kommen einfach jedes Jahr mehr.“

Acht Autostunden entfernt in Washington streitet Amerika zeitgleich über eine neues Gesundheitswesen. Präsident Obama braucht gegen die Macht der Konzerne Unterstützung. Denn aufrütteln muss uns  ist diese Aussage: Im August zieht die Helferkaravane in die schillernde Metropole von Los Angeles. „Auf schwarz-weiß Fotos kann man nicht erkennen, ob ein Lager in Guatemala oder in den USA ist“, sagte Brock von RAM. Sie kommen zwar nicht in Eselskarren und barfuss, aber schon am frühen Morgen ziehen kilometerlange Blechkaravanen in Richtung zu den helfenden Ärzten.

Wo sind eigentlich unsere überregionalen Medien, die solche Berichte bringen? Niemand, gar niemand aus den überregionalen Medien hat den Bericht der Frankfurter Rundschau aufgegriffen.

Welche Brille hatten eigentlich unsere Politiker auf, die mit unseren Steuergeldern die USA bereisten? Wer hat diese Reise angezettelt? Wer die Route und die Termine festgelegt? Welche Strippen zieht da wer um uns nur einseitig zu informieren, genau gesagt gezielt zu desinformieren?
Wir sollten wir uns fragen: Wollen wir solche Zustände wie in den Vereinigten Staaten von Amerika?

Wenn nicht, dann sollten wir jetzt etwas unternehmen, bevor es wieder einmal zu spät ist. Deshalb: Sonntag,13. September 2009, 13.00 Uhr. Wir treffen uns im Olympiastadion in München um diesen fortgeschrittenen Zielen der Konzernmedizin die Stirn zu bieten!

Renate Hartwig

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