Ein Blick über den großen Teich und einer Reise über die wir nichts hörten!

Eines der führenden Unternehmen der integrierten Versorgung in den USA ist Kaiser Permanente! Am 11. und 12.Januar 2007 wurde bei einer internationalen Fachtagung in Berlin, veranstaltet von der Bertelsmann Stiftung (Schirmherrin Ulla Schmidt), durch den Abteilungsleiter Gesundheitsversorgung, Krankenversicherung im Bundesgesundheitsministerium, Franz Knieps (vorher AOK) ein Vortrag mit dem Titel „Die Richtung stimmt. Populationsorientierte integrierte Versorgung“ gehalten. Eingeladen war dazu auch der US Gesundheitskonzern Kaiser Permanente!

Auszüge aus dem Originaltext:

„Nachdem der Gesetzgeber 2004 den Weg für neue Versorgungsformen frei gemacht hat, sieht die aktuelle Gesundheitsreform explizit eine Stärkung der bevölkerungsorientierten integrierten Versorgung in Deutschland vor. In den USA wird diese Form der Gesundheitsversorgung von einigen Anbietern bereits seit Jahrzehnten praktiziert, besonders erfolgreich von Kaiser Permanente, dem führenden Anbieter integrierter Versorgung in den USA. (…)“

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt besuchte bereits 2006 Kaiser Permanente in den USA. Danach kam die Tagung 2007 in Berlin und danach kam es sogar zu einer Delegationsreise vom 12. bis 23. Mai 2008. Kein geringerer als der Ausschuss für Gesundheit reiste in die USA. Martina Bunge (Linke), Annette Widmann-Mauz und Hubert Hüppe (CDU/CSU), Carola Reimann, Margit Spielmann (SPD), Konrad Schily (FDP), Birgit Bender (BÜNDNIS 90 DIE GRÜNEN). Bei dieser Reise waren die Politiker auch in Kalifornien und informierten sich über Angebote zur integrierten Versorgung – wenn wundert es – bei Kaiser Permanente. Wir Steuerzahler haben zwar die Reise unserer Volksvertreter finanziert,  nur welche Planspiele zwischen Politikern und  Kapitalgesellschaften laufen, oder den Einfluss der Lobbyisten, damit unser Gesundheitssystem reibungslos zur Gesundheitsindustrie umgebaut werden kann, erfahren wir nichts!  Präsident Obama, der das amerikanische, das schlechteste aller Gesundheitssystem umbauen will, erlebt zur Zeit die Macht der Lobbyisten und Konzerne, genau wie Clinton ihn erlebte, als er an das Thema heran ging. Der Druck der Gesundheitskonzerne wurde so groß, dass Clinton aufgab. 

Bevor die Lobbyisten der Konzerne auch hier bei uns ihr Ziel erreichen, sollten wir aufstehen und im Schulterschluss mit allen gesellschaftlichen Gruppen unser NEIN zum Umbau unseres Gesundheitswesens zur Gesundheitsindustrie, aber auch unser NEIN zum Ausverkauf von Patient und Arzt öffentlich, laut und deutlich vor dem Umbau artikulieren.

Deshalb verbreiten Sie bitte den Link und die Informationen von www.patient-informiert-sich.de/Olympiastadion und kommen Sie am 13.9.2009 nach München um 13 Uhr zur Bürgerprotestolympiade,  damit das NEIN im Olympiastadion hörbar für alle wird! Denn vor nichts haben Finanzheuschrecken und deren politische Wegbereiter mehr Angst als vor informierten Bürgern im Schulterschluss!

Ihre Renate Hartwig

Meine Artikel und Videos dürfen ganz oder auszugsweise
mit Quellenangabe weiter verbreitet werden.

Hinterlasse eine Antwort

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar abzugeben.